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Über 4 Stunden musste das 1-jährige Rind in der Gülle schwimmen, bis rund 300.000 Liter Gülle ausgepumpt waren, um eine Rettung aus dem Schacht durchführen zu können. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde die FF Steinberg-Rohrbach zu einer Großtierrettung ins Gemeindegebiet Thal gerufen, diesmal zu einem großen Rinderbauern. 

Das Tier war gegen Mittag in den Schacht gefallen, welcher randvoll mit Gülle war. Damit die Hebegurte um das Tier angelegt werden konnten, musste die Gülle ausgepumpt werden, was jedoch aufgrund der Menge mehrere Stunden in Anspruch nahm. Mit Wathosen stiegen 3 Atemschutzgeräteträger nach dem Auspumpen in den 5m tiefen Schacht ab. Das ca. 500 kg schwere Tier konnte dort bereits wieder auf eigenen Beinen stehen, war jedoch stark verängstigt. Nach Belüftung und Prüfung auf ausreichend Sauerstoff in der Güllegrube, konnte auch ein Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Betriebs in die Grube absteigen. Der schlammige Gülleboden machte das Einfangen und Anlegen der Hebegurte bei der verängstigten Kuh zu einer besonderen Herausforderung. Wie bereits bei der Ochsenbergung vor einem Monat, konnte das Tier dann schließlich mittels Kran des Forstanhängers eines benachbarten Landwirts aus dem Schacht befreit werden.

Der stundenlange Überlebenskampf des Jungtieres im Güllebecken war erfolgreich. Ohne offensichtliche Verletzungen konnte das Rind vom Besitzer in seine gewohnte Umgebung zur Erholung gebracht werden.

Alarmierung: 12:39 Uhr
Eingesetzt: TLFA 4000, KRFA-B, LKW und MTF
Einsatzdauer: 8 Stunden (inkl. Reinigung der Gerätschaften und Einsatzkleidung)